Mit dem Simson zum Kap und zurück

Das Moped, als klassisches Fortbewegungsmittel hat seinen Stellenwert innerhalb der Popularität seiner Nutzer nicht verloren. Das beliebte Motor-Fahrrad, wie es ursprünglich ja hieß, hat seinen Ursprung schon in der Vorkriegszeit. Bereits in den 30er Jahren konnte es sich als Transportmittel durchsetzen. Der Siegeszug ging weiter bis heute. Das ist Geschichte. Doch man kann irgendwann auch Teil dieser Geschichte sein. Wie? So!

Eine einfache Idee eigentlich, in der Umsetzung jedoch schwierig, vor allem, wenn man knapp 50 Jahre zurückgeht. Zwei gerade frischgebackene Absolventen der Universität für Maschinenbau in der DDR beschlossen, eine Weltreise zu machen. Gesagt, getan. Nach längerem Hin und Her wurde die Genehmigung der Behörden erteilt. Kein Geld in der Tasche und nur zwei Simson Mopeds, Typ SR2 als Weggefährten, suchten die beiden Ex-Studenten die Suhl-Werke auf und schlugen vor, die Mopeds unter Extrembedingungen zu testen.

Als Resultat der Reise konnten Ungereimtheiten aufgedeckt und anhand der gefahrenen 50.000 Kilometer eine Menge Informationen gesammelt werden. Die eigentlichen Gewinner waren jedoch nicht die Suhl-Werke. Die eigentlichen Gewinner waren die zwei Studenten. In den 60er Jahren aus der DDR durch die verschiedenen Gebiete Afrikas zu reisen, ist eine Erinnerung fürs Leben, die einem niemand mehr nehmen kann.

Und eine Inspiration für die junge Generation des Jetzt. Möglichkeiten zu reisen gibt es viele. Fliegen kann jeder. Doch richtige Lebenserfahrung – und Sprachkenntnisse – sammelt man auf einer einmaligen Erlebnistour, fernab von dem Gewohnten. Das soll heißen, es den beiden jungen Abenteurern nachzumachen, denn Regionen auf der Erde gibt es viele. Hersteller auch. Und ein Sponsor ließe sich für eine solche Mission wahrscheinlich auch finden.


Foto: PC130160.JPG von asco; CC-BY


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