Mofa-Tuning kann gefährlich werden

Untersuchungen zufolge sind vier von fünf Kleinkrafträdern in Deutschland frisiert, d.h. sie fahren viel schneller als erlaubt ist, und das nur nach nur wenigen Handgriffen. Ein Roller lässt sich spielend leicht bis auf 80km/h bringen. Dieser Trick ist auch bei Mofas sehr beliebt. So rasen die unter 16-jährigen Teenager mit deutlich mehr als 25km/h über die Straßen.

Ein aktueller Crashtest zeigt:

  1. schon mit 55km/h verläuft ein Roller-Crash fast immer tödlich
  2. der Crash kann zu schwersten Hals- und Kopfverletzungen führen
  3. durch den Aufprall reißt das Helmschloss auf, und der Fahrer schlägt ungeschützt auf

Was dem Dummy beim Crashtest widerfuhr, könnte auch einem Menschen passieren, denn teils sind junge Mofafahrer noch unerfahren im Straßenverkehr und können mit der hohen Geschwindigkeit nicht umgehen. Außerdem sind die kleinen, leichten Mofas nicht für diese Geschwindigkeiten gebaut.

Schockierende Messwerte

Bei einem weiteren Crashtest schlägt ein Roller mit 55km/h auf die Beifahrertür eines Autos auf. Dabei reißt auf Grund der Wucht des Aufpralls der Fahrersitz des Rollers ab und wird über das Dach des Autos geschleudert. Der Dummy bleibt auf dem Fahrzeugdach liegen. Während dem Durchlauf des Tests wurden Messwerte für die Brust-, Kopf- und Halsbelastung genommen, die später zeigten, dass ein normaler Mensch einen solchen Sturz mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hätte. Die Insassen im Auto wären vermutlich nur mit Schnittverletzungen auf Grund der zerstörten Seitenscheibe davongekommen.

Jugendlicher Leichtsinn

Das Frisieren von Mopeds hat bei Jugendlichen mittlerweile Kultcharakter. Jedoch wissen nur wenige, was es für Folgen haben kann. Anleitungen für das Tuning findet man ganz leicht im Internet, und die Umbauteile sind billig. Und so wird frisiert, was das Material hergibt. Die Bremsen und das Fahrwerk sind jedoch nur auf max. 45km/h ausgelegt bei einem Mofa, und so kann der Fahrer im Falle eines Unfalls bei hoher Geschwindigkeit nichts machen. Die Verlockung bei den Jugendlichen ist trotz des großen Risikos sehr groß.

Bild: Crash von Global X, CC-BY   


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